BM=x³ – Attraktive berufliche Bildung in Mikro- und Nanotechnologie durch exzellente Berufe, Lernorte und Kooperationen

Das Projekt schafft eine überregionale Berufsbildungsakademie für den Hochtechnologiebereich (Mikro- und Nanotechnologie) mit digitaler Lernplattform. Flexibel einsetzbare Bildungsmodule steigern die Qualität der Aus-, Fort- und Weiterbildung.

Mikro- und Nanotechnologie (MNT) zählen zu den Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts. Sie sind Schnittstellen zu Megatrends der Zukunft und schaffen Voraussetzungen für Innovationen in Fahrzeugtechnik, E-Mobilität und Materialbearbeitung oder für Zukunftstrends wie Internet der Dinge und Künstliche Intelligenz.

Die MNT-Branche ist stark diversifiziert und durch komplexe Fertigungstechniken und aufwändige Prozessanlagen gekennzeichnet. Der Qualifizierungsbedarf des Personals ist sehr spezifisch und verändert sich rasch. Daher gibt es kaum (kommerzielle) Bildungsdienstleister in der MNT. Um mit dem technologischen Wandel schrittzuhalten, benötigt die Branche eine hochwertige und flexible Berufsausbildung sowie Fort- und Weiterbildung als gleichwertige Ergänzung zur akademischen Bildung. Die duale Ausbildung ist ein Weg, um den Bedarf an gewerblich-technischen Mitarbeitenden zu decken. Aber viele kleine Unternehmen der Branche haben wenig Erfahrung damit und sind meist akademisch geprägt.

Ziel von BM=x³ ist es, eine qualitativ hochwertige berufliche Aus-, Fort- und Weiterbildung im Bereich der MNT sicherzustellen, die sich flexibel an den Bedarf der Unternehmen und des Arbeitsmarktes anpasst.

Das Projekt entwickelt eine überregionale Berufsbildungsakademie als offene dezentrale Struktur für den Hochtechnologiebereich. Unternehmen, Bildungsanbieter und -institutionen sowie Forschungseinrichtungen werden miteinander vernetzt und ihr Austausch untereinander angeregt. Bestehende Kompetenzen und Infrastrukturen werden aktiviert, gebündelt und sichtbar gemacht. Zur Unterstützung der Akademie wird eine digitale Lernplattform aufgebaut und erprobt.

Um die Qualität und Attraktivität der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung zu verbessern, entwickelt das Projekt Bildungsmodule entlang von Lernfeldern eines interdisziplinären „Berufeclusters für Hochtechnologien“. Die Module können als nicht-kodifizierte Zusatzqualifikationen (ZQ) angeboten oder in neue bzw. bestehende Aus-, Fort- und Weiterbildungen integriert werden. Sie können nach dem Baukastenprinzip an den individuellen Qualifizierungsbedarf angepasst werden und umfassen folgende Schwerpunkte:

  • technologiespezifische, dynamische Module als Antwort auf fachliche Evolutionen in der Disziplin
  • Verbesserung der Qualität bestehender Bildungsangebote zur Aufrechterhaltung der Beschäftigungsfähigkeit der Fach- und Führungskräfte
  • Aufstiegs- und Anpassungsqualifizierungen zur Erweiterung des Kompetenzspektrums von Fachkräften
  • Anpassungsqualifizierungen für Lehrkräfte an beruflichen Schulen und Ausbildungsverantwortliche in Unternehmen

Um auf den Fachkräftemangel zu reagieren, konzipiert das Projekt Instrumente zur Steigerung der Attraktivität beruflicher Bildung im Hochtechnologiebereich. Hier stehen noch nicht ausbildende KMU im Fokus. Durch Unterstützung und Beratung soll es gelingen, dass mehr KMU ausbilden und sich die Qualität des betrieblichen Teils der Ausbildung u. a. mittels neuer Kooperationen verbessert. Darüber hinaus soll die Attraktivität nach außen durch Berufe- und Branchenmarketing erhöht werden.

Cluster-Akteure

  • Ferdinand-Braun-Institut, Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik im Forschungsverbund Berlin e.V. (FBH)
  • Lise-Meitner-Schule Berlin (LMS) Oberstufenzentrum Chemie, Physik und Biologie
  • Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin – DE:HIVE (HTW)
  • Regionales Berufsbildungszentrum des Kreises Steinburg, Fachbereich Mikro- und Nanotechnologien, Itzehoe (RBZ)
  • Technische Universität Braunschweig – Institut für Mikrotechnik (IMT)
  • Hochschule Kaiserslautern, Aus- und Weiterbildungsnetzwerk pro-mst
  • microTEC Südwest e.V., Freiburg (mTSW)
  • Universität Rostock – Institut für Berufspädagogik (IBP)

Verbundkoordination

Ferdinand-Braun-Institut, Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik    
Uta Voigt
Gustav-Kirchhoff-Str. 4
12489 Berlin                                               
Telefon: 030 / 63 92 25 96
E-Mail: uta.voigt@fbh-berlin.de
Website: https://www.fbh-berlin.de, https://www.anh-berlin.de