LBT Forward

Das Projekt modernisiert die Berufsbildung der Land- und Baumaschinen-Branche mit einem überarbeiteten Berufslaufbahnkonzept und einem fortlaufenden Berufsmonitoring.

Der Beruf Land- und Baumaschinenmechatroniker/-in verändert sich unter anderem durch Digitalisierung, Automatisierung und künstliche Intelligenz. Fachkräfte treffen bei der Wartung von Maschinen, Anlagen und Geräten auf komplexe hydraulische, mechatronische Systeme, die zunehmend vernetzt und softwarebasiert gesteuert werden. Die technologischen Innovationen verändern auch Wertschöpfungsketten, Geschäfts-, Arbeits- und Lernprozesse und stellen hohe Anforderungen an Fach- und Schlüsselkompetenzen des Personals. Dies erfordert lebenslanges Lernen und eine laufend weiterentwickelte berufliche Handlungskompetenz.

Das Projekt LBT Forward möchte am Beispiel des Berufsbilds Land- und Baumaschinen-Mechatroniker/-in die Berufsbildung in der Landbautechnik modernisieren. Sie soll durchlässig und flexibel anpassbar sein und Fach- und Führungskarrieren von DQR-Stufe 4 bis 7 ermöglichen. Dadurch soll der Qualifizierungsbedarf der Beschäftigten und Betriebe langfristig gedeckt, die Attraktivität und Gleichwertigkeit der Berufsbildung gesteigert und der Zugang für Quereinsteiger geregelt werden. Grundlage ist ein Netzwerk aus Herstellern, Hochschulen, Bildungsstätten, KMU des Handwerks und des Fachhandels, Sozialpartnern und Branchenorganisationen.

Das Projekt ermittelt mit Arbeitsprozess-, Markt- und Tätigkeitsanalysen die Kompetenz- und Qualifizierungsbedarfe sowie die Gestaltungsmöglichkeiten für die Berufsbildung und überarbeitet anschließend das Berufslaufbahnkonzept für die Land- und Baumaschinen-Branche. Die Projektpartner erarbeiten innovative modulare Bildungsangebote auf den DQR-Ebenen 4 bis 7, die neue Qualifizierungsprozesse eröffnen und den Erwerb von technologischen und Management-Kompetenzen fördern: Sie reichen von Konzepten für die Vermittlung komplexer technischer Zusammenhänge in der Ausbildung, über eine Profilierung der Fort- und Weiterbildungsangebote entlang der Bedarfe der Zielgruppen bis zur Pilotierung einer gewerkspezifischen Fortbildung auf DQR-7.

Für die Erprobung der Bildungsformate initiiert das Projekt umfassende Kooperationen von Hochschulen, Herstellern, KMU, Bildungsanbietern, Sozialpartnern und Branchen-Organisationen. Flankiert werden diese Entwicklungen durch den Aufbau eines Berufsmonitorings, das dazu beitragen soll, Veränderungen der Arbeitswelt schneller als bislang in die berufliche Bildung zu tragen. Die Erprobung und Umsetzung der Bildungsformate, des Berufslaufbahnkonzepts sowie des Berufsmonitorings erfolgen zunächst für die Branchen Land- bzw. Baumaschinentechnik. Daran schließt sich der Transfer auf Teilbranchen und weitere Felder des Handwerks an.

Cluster-Akteure

  • LandBauTechnik-Bundesverband e.V.
  • Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade mit dem Kompetenzzentrum Nutzfahrzeug- und Landmaschinentechnik am Technologiezentrum Lüneburg (KOMZET Lüneburg)
  • Handwerkskammer Freiburg mit dem KOMZET Fahrzeugtechnik Baden-Württemberg und Digitale Zahntechnik (KOMZET Freiburg)
  • Verband des Landtechnischen Handwerks Baden-Württemberg (LTHW) bei der Geschäftsstelle des Verbands der Agrargewerblichen Wirtschaft (VdAW)
  • Heinz-Piest-Institut für Handwerkstechnik an der Universität Hannover (HPI)
  • Gesellschaft zur Förderung des Forschungsinstituts für Berufsbildung im Handwerk an der Universität zu Köln, ausführende Stelle: Forschungsinstitut für Berufsbildung im Handwerk an der Universität zu Köln (FBH)

Verbundkoordination

LandBauTechnik-Bundesverband e.V.
Torsten Grantz
Ruhrallee 80
45136 Essen                   
Telefon: 0201 / 89 62 40
E-Mail: torsten.grantz@landbautechnik.de
Website: landbautechnik.de