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Innovationskompetenz frühzeitig stärken: Azubis lösen Praxis-Probleme : , Thema: Praxisprojekte | Kaufmännische Berufe

Wie entsteht Innovationskompetenz bereits in der kaufmännischen Ausbildung? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Projekt InnoHubAzubi. Die erste Erprobung des handlungsorientierten Konzepts mit knapp 40 Auszubildenden ist jetzt gestartet.

InnoHubAzubi Start
Projektstart von InnoHubAzubi an der BBS1 Delmenhorst: Christine Kreuzer, Nataly Stimpel, Melina Wesp sowie die Lehrkräfte Björn Mokwinski und Saskia Witte begleiten den Auftakt des Innovationsprojekts im schulischen Lernkontext. Copyright: Björn Mokwinski

Können Azubis zu Innovatoren werden? Anfang April 2026 hat das InnoVET PLUS-Projekt InnoHubAzubi die erste Erprobung seines neuartigen Konzepts mit den ersten Klassen an der BBS1 Delmenhorst gestartet. Bei den Einzelhandelskaufleuten sind 22 und bei den Industriekaufleuten sind 16 Azubis involviert.

Die Schülerinnen und Schüler arbeiten zwei Monate lang an Lösungen für reale Problemstellungen aus ihrem jeweiligen beruflichen Umfeld, die im Projekt gemeinsam analysiert und weiterentwickelt werden. Das Ziel dahinter ist es, Innovationskompetenz bei Auszubildenden zu stärken und kaufmännische Auszubildende frühzeitig und systematisch in Innovationsprozesse einzubinden.

Lernen an realen Herausforderungen

Insgesamt gibt es fünf Teams, die folgende Themen bearbeiten:

  • Ich bin dann mal weg... Ausbildungsabbrüche verhindern
  • Fehlen oder fit bleiben – Gesundheit und Anwesenheit stärken
  • Kasse der Zukunft – Einkauf im Supermarkt neu gestalten
  • Suchen statt arbeiten – Ein Problem im Servicebereich
  • Dürfen wir das? Orientierung beim Einsatz von KI in Unternehmen

Dabei durchlaufen sie den gesamten Innovationsprozess – von der Problemklärung über die Entwicklung erster Prototypen ihres Konzepts bis hin zur Präsentation ihrer Lösungsansätze. Zur Entwicklung von Lösungen stellen die Auszubildenden außerdem die Wettbewerbe auf der Hyve Crowd ein. Die Crowd hat die Möglichkeit, für diese Problemstellungen Ideen zu entwickeln und auf der Plattform einzureichen.

Beim Pitch Day am 18. Juni präsentieren die Azubi-Teams ihre Prototypen vor einer Jury. Die besten Konzepte werden mit einem Preisgeld prämiert. Im Idealfall profitieren die Auszubildenden von den gesammelten Erfahrungen und nehmen die neu erworbenen Innovationskompetenzen mit in den Ausbildungsbetrieb.

Insgesamt wird das Konzept in der Projektlaufzeit dreimal erprobt. Der letzte Durchlauf findet unter besonderen Bedingungen statt: Um die rasante Verbreitung der Technologie konstruktiv zu nutzen, darf hier Künstliche Intelligenz eingesetzt werden.  

Wissenschaftliche Begleitung und Praxisperspektiven

InnoHubAzubi ist ein Verbundprojekt der Helmut Schmidt Universität Hamburg, der Universität Paderborn sowie der Innovationsberatung HYVE. Während die Universitäten ihre wissenschaftliche Expertise in der Berufs‑ und Wirtschaftspädagogik einbringen, unterstützt HYVE bei der Konzeption und Umsetzung, indem sie die Innovationsbedarfe mit den Auszubildenden und der Innovation-Crowd gezielt weiterdenken und hinterfragen. 

Mit seinem Ansatz zeigt das Projekt exemplarisch, wie Innovationskompetenz bereits in der Ausbildung gestärkt werden kann: praxisnah, kollaborativ und im engen Zusammenspiel von Universität, Schule und Praxis.

Das Projekt

InnoHubAzubi Logo

Ziele

► Digitale Arbeitssettings und Lernkonzept zur Stärkung der Innovationskompetenz kaufmännischer Auszubildender

► Bearbeitung realer Problemstellungen aus Unternehmen durch Auszubildende im Tandem mit erfahrenen Innovatoren

Kontakt

Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg
Prof. Dr. Tobias Schlömer
Holstenhofweg 85
22039 Hamburg
Telefon: 040 6541-3852
E-Mail: schloemer@hsu-hh.de
Website: hsu-hh.de/bwp-w/innohubazubi-innovationhubs-fuer-kaufmaennische-auszubildende

Verbundpartner

Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg

Universität Paderborn (UPB) – Professur Wirtschaftspädagogik

HYVE Innovate GmbH